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design! - Part 1
Dienstag, 16. Januar 2007, 20 Uhr Thomas
Wagner (Frankfurter Allgemeine Zeitung) im Gespräch mit Konstantin Grcic
(Konstantin Grcic Industrial Design, München) und Thomas Ingenlath (Leiter
Design und Geschäftsführer, Volkswagen Design Center, Potsdam)
Mehrwert
steuern: Design
als Prozess oder Wie die Kultur in die Dinge kommt Im
Design hat sich der Begriff des Prozesses als Beschreibung für ein ganzes
Bündel von mehr oder weniger geregelten Handlungsweisen eingebürgert,
an deren Ende ein Produkt steht. Was die jeweiligen Handlungen prägt und
bedingt, bleibt dabei zumeist im Dunkeln. Wenn ein Stuhl, ein Tisch oder ein Auto
entwickelt wird, so werden dabei nicht nur Entscheidungen hinsichtlich der Form,
des Materials, des Herstellungsverfahrens, der ökologischen und energetischen
Effizienz getroffen und Faktoren wie Markenidentität und Zielgruppe berücksichtigt.
Neben seiner materiellen Gestalt besitzt jedes Produkt auch eine kulturelle Identität,
und jedes Detail entscheidet mit darüber, welche Kultur das Produkt am Ende
repräsentiert.
Konstantin
Grcic ist ein Designer, dessen Arbeiten sich an der Logik des Gebrauchs orientieren.
Nicht selten legen seine Objekte ihre tragende Struktur oder den Prozess offen,
aus dem sie hervor gegangen sind. Und Thomas Ingenlath, der unter anderem den
neuen Skoda Octavia und den gerade erst vorgestellten Skoda Roomster entworfen
hat, zählt zu den wenigen Autodesignern, die im Bewusstsein der Tradition
einer Marke Raumkonzepte entwickeln, die frische Ideen mit solider Benutzbarkeit
verbinden.
Im
Gespräch mit Konstantin Grcic und Thomas Ingenlath soll herausgefunden werden,
nach welchen Kriterien innerhalb des Entwurfsprozesses Entscheidungen getroffen
werden, welche Rolle historische Vorbilder, ästhetische und kulturelle Prägungen
und Vorlieben spielen, und ob sich hinter dem Begriff "Prozess" womöglich
ein ebenso heiteres wie ernstes Spiel mit dem symbolischen Mehrwert einer Kultur
verbirgt.

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